Anti-Kriegstag 1. September
 

... Seit heute morgen schießen unsere Truppen zurück ...

Mit diesen Worten wurde am Morgen des l. September 1939 durch deutsche Medien über den Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen berichtet.

Am Anfang stand also eine Lüge.

Über 50 Millionen Menschen wurden in den darauf folgenden sechs Jahren allein in Europa Opfer der faschistischen Gewaltpolitik und ihrer Ideologie. Gleichzeitig wurden ca. 6 Millionen Juden, viele Tausende Sinti, Roma und politische Gegner in Konzentrationslagern ermordet.

Heute noch bestehende Konzerne überstanden nicht nur die Diktatur, nein sie machten jahrelang riesige Gewinne mit nicht zu entlohnenden Zwangsarbeitern aus den KZ 's und in den überfallenen Ländern. Sie können ihren kleineren Anteil an den endlich nach über 60 Jahren fließenden Entschädigungszahlungen auch noch von der Steuer absetzen.

Seitdem wurde immer wieder gelogen
Aktuell erfahren wir täglich mehr über die Lügen, mit denen der Angriff und die Besetzung des Iraks von den USA und Großbritannien begründet wurde.

Die angebliche Gefahr durch Massenvernichtungswaffen, die sie und andere selbst an den damals befreundeten Diktator geliefert hatten, die dann aber nachweislich unter Aufsicht der UNO zerstört wurden dienten als Vorwand für den Krieg gegen den Irak. Eine Verwicklung des Irak mit den Terroranschlägen vom 11.09. wurde konstruiert, die UNO und die ganze Welt mit falschen Dokumenten betrogen und unter Bruch des Völkerrechts die UNO Waffen-Inspekteure gezwungen den Irak zu verlassen, um das Land dann unter anderem mit international geächteten Streubomben und radioaktiver Uranmunition anzugreifen.

Das Recht des Stärkeren siegte über das internationale Völkerrecht
Unter dem Vorwand des „Krieges gegen den Terror" bauen die USA ihre Vormachtstellung aus und setzen dabei auf ihre neue Doktrin die so genannte „Präven-tivschläge" erlaubt, also vorsorgliche Angriffe auf von ihnen ernannte „Schurkenstaaten".

„Seitdem 11.09.2001 wird zurückgeschossen,"

Der „Krieg gegen den Terror" macht die Welt aber nicht sicherer, sondern unsicherer.
Anstatt die Ursachen von Gewalt und Terror anzugehen, nämlich das äußerst ungerechte System des so
genannten freien Welthandels, die Ausbeutung und Erniedrigung vieler Menschen in vielen Ländern, werden die Ungleichheiten nur noch weiter verschärft.
Trotz des diplomatischen Neins im Falle des Irak-Krieges: Deutschland unter der Rot-Grünen Regierung macht zur Sicherung von Wirtschaftsinteressen beim Kriegführen wieder mit.
„... zur Aufrechterhaltung des freien (?) Welthandels und des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen" wie zum Beispiel des Erdöls, sollen Bundeswehreinsätze überall auf der Welt möglich sein: „(Einsätze der Bundeswehr) lassen sich weder hinsichtlich ihrer Intensität noch geografisch eingrenzen" (Zitat aus den neuen Verteidigungspolitischen Richtlinien vom 21.05.2003)

Die Militarisierung der EU wird massiv vorangetrieben
Allein die Bundeswehr stellt etwa ein Drittel der Truppen und Kampflugzeuge für die 80.000 Mann starke „schnelle Eingreiftruppe".

Teilweise in Konkurrenz zu den USA oder anderen Staaten wird um Einflussgebiete gerungen, um Absatzmärkte, um dass große Geschäft, welches mit Krieg, Zerstörung und Wiederaufbau gemacht werden kann. Die Gewinne fließen aber nur an wenige, die Lasten für Aufrüstung und Militäreinsätze zahlt der ehrliche Steuerzahler. Während der „Verteidigungsetat mit 25 Mrd. Euro Jährlich bis 2006 unangetastet bleibt, wird im Sozial- und Gesundheitsbereich immer weiter gekürzt:

64 Jahre nach Beginn des 2. Weltkrieges fordern wir daher:

  • Stopp aller Rüstungsexporte
  • Beendigung sämtlicher Bundeswehrweinsätze im Ausland
  • Ende der Wehrpflicht
  • Auflösung sämtlicher Militärbündnisse und die drastische
  • Reduzierung des Rüstungsetats bis zur Auflösung der Bundeswehr.

Statt dessen:

Den Einsatz der freiwerdenden Rüstungsmilliarden

  • für den Umwelt- und Klimaschutz
  • für die Rücknahme der Kürzungen im Gesundheits- Sozial- und Bildungsbereich
  • für mehr Mitarbeiter in Schulen, Krankenhäusern, Kindergärten und Pflegeheimen
  • für ernsthafte Anstrengungen zur Rüstungskonversion zur Schaffung von Ersatzarbeitsplätzen für die Beschäftigten aus der Rüstungsindustrie

 

 
ZURÜCK