Hiroshima 6.8.1945
 

Tod für Hunderttausende

Vor 65 Jahren vernichteten die USA mit den ersten eingesetzten Atombomben die Städte Hiroshima und Nagasaki und richteten damit ein bis dahin unvorstellbares Grauen an. Die bevorstehende Kapitulation Japans sollte mit der Erprobung de Waffen an der Zivilbevölkerung beschleunigt werden.
Außer den Tausenden, die direkt starben, sterben und leiden noch bis in unsere Gegenwart durch Strahlung betroffene, schwerbehinderte und genetisch beschädigte Bewohner und deren Nachkommen.
Allen wurde klar, Atomwaffen müssen geächtet werden. Aber die Nuklearmächte sind dazu bis heute nicht bereit.
Der US-Senat weigerte sich dem Atomteststopp-Abkommen weiterhin zu entsprechen. Neue Nuklearmächte kommen hinzu wie Nordkorea, das auf Grund seiner neuen Atomwaffen einen Angriff der USA nicht mehr zu befürchten scheint. Eine UN-Konferenz zur Verbesserung des Atomwaffen-Sperrvertrages scheiterte.
Auch nach dem Irak-Krieg der USA und Großbritanniens ist die Kriegsbereitschaft geblieben, ebenso die Nuklearforschung für Kriegszwecke.
Leicht nuklear angereichertes Material wurde schon im Krieg gegen Jugoslawien gegen Panzer eingesetzt, ebenfalls in Afghanistan und dem Irak, um unterirdische Anlagen, Bunker und Gebirgshölen zu zerstören.
Wer in betroffenen Gebieten nicht unmittelbar starb, leidet an den Folgen.
Dieses verstieß gegen den seit 1972 geltenden ABM-Vertrag. Keine der beiden Super-Atommächte ließen entsprechende Abwehrsysteme zu, weder zum Erproben noch zur Aufstellung. Man wollte dadurch das „Gleichgewicht des Schreckens“ sichern. Jeder der angreifen würde, müsste mit einem ebenso tödlichen Zweitschlag rechnen, weil er verwundbar blieb. Dieses Abkommen wurde von der US-Regierung einseitig gekündigt. Die US-Regierung behauptet, sich mit dem Raketenabwehrprogramm vor feindlichen Angriffen schützen zu wollen.
Die angebliche Verteidigung stellt in Wirklichkeit den Versuch der US-Regierung und des Pentagon dar, vom Weltraum her, den gesamten Globus beherrschen zu können, zu Wasser, auf den Kontinenten und in der Luft — ohne mögliche Gegenwehr anderer Staaten.
Die USA stimmen ihre Aufrüstungspläne nicht mit anderen Mächten ab. Europäische Staaten haben entsprechend erhebliche Vorbehalte gegenüber dem Hochrüstungsprogramm der USA, das Europa obendrein finanziell mittragen soll!
Leider ist es auch nicht das Ziel Deutschlands und der Europäischen Union, die Rüstung abzubauen. Militärische Zielplanung ist die Forschung für ein EU-eigenes Raketenabwehrsystem. Deutsche Weltraumforschung soll entsprechend nicht zivil bleiben.
Wir fordern Rüstungsabbau zu Gunsten ziviler Entwicklungen und zum Einsatz gegen Hunger und Armut in der Welt.
Wir brauchen keine Weltherrschaft durch Supermächte, egal ob im Westen oder im Osten!
Wir brauchen kein atomares Vernichtungspotential.
Wir fordern in Gedenken an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki
• Abbau aller in Europa vorhandenen Atomwaffen
• Ende aller Atomtests und Abschaffung aller Nuklearwaffen
• Einstellung der Forschung für die Weltraumrüstung und der entsprechenden Tests durch die USA
• Ende der Nutzung von Kernenergie für zivile Zwecke, statt dessen Verstärkung erneuerbarer Energie
• Stopp aller Rüstungsexporte
• Einsatz der freiwerdenden Mittel für zivile Aufgaben und soziale Hilfe für Menschen in den Entwicklungsländern und für Millionen Schwächere in den Industriestaaten
• Abschaffung der Wehrpflicht

Kontakt & Information:

mittwochs 19 bis 21 Uhr, Tel. 040 45 34 33

Im Internet www.dfg-idk.de

 

 
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