8. Mai 1945
 

Wer noch einmal eine Waffe anfasst, dem soll die Hand abfallen. Das sagte nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands der langjährige Bayrische CSU Chef Franz-Josef Strauss. Später nach der Wiederbewaffnung der Bundesrepublik, Mitte der 50er Jahre, wechselte er seine Meinung und stieg zum Verteidigungsminister auf.

Wir von der DFG-IdK wechseln unsere Meinung nicht nach Stimmungslage.

„Nie wieder Krieg!“ diesen Ruf, diese Forderung von Millionen Menschen nach Ende des zweiten Weltkrieges, haben wir nicht vergessen und sehen uns verpflichtet, Kriegsvorbereitungen anzuprangern. Die Umbenennung des Kriegsministers zum Verteidigungsminister ändert nichts an deren Tätigkeitsgebiet. Auch Angriffskriege werden heute von Verteidigungsministern befohlen, egal ob in so genannten Demokratien oder in Diktaturen. Kein Krieg eignet sich zur Heldenverehrung!

Krieg ist immer ein Verbrechen an der Menschheit, auf das niemand stolz sein kann. Internationale Militärpolitik darf nicht weiter Menschen und ganze Völker opfern für die Interessen einzelner Konzerne oder Länder.

Kriege bringen immer unendliches Leid, Elend, Tod und Zerstörung mit sich. Ob Verminung von Acker- und Weideflächen oder Zerstörung von Häusern und Fabriken: In ganzen Regionen wird die Lebens- und Erwerbsbasis von Menschen vernichtet.

In dem durch die NS - Herrschaft begonnenen zweiten Weltkrieg starben 50 Millionen Menschen und 6 Millionen jüdische Menschen in Vernichtungslagern. Dazu wurden Sinti, Roma, politisch verfolgte und Kranke umgebracht. Nicht gezählt wurde die hohe Zahl der durch den Krieg verletzten und für immer behinderten Menschen. Nicht nur Politiker, sondern wir alle sind mit verantwortlich, Kriege, wo auch immer auf der Welt zu verhindern. Wir wollen nicht mit schuldig werden am Tod und Elend der Opfer, überwiegend unter der Zivilbevölkerung. Deutschland ist heute zu unserer Schande der drittgrößte Waffenexporteur. Wir beteiligen uns an der Weltraumforschung, die wesentlich der Weltraumrüstung dient.

Die Weltrüstungsausgaben sollen gegenwärtig bei über 1000 Milliarden US $ liegen. Deren Umwidmung in die Bereiche Soziales, Bildung und erneuerbare Energien und eine faire Entwicklungszusammenarbeit würde nicht nur den Hunger von Millionen in der Welt beseitigen, sondern sie wäre das Kernstück einer echten Friedenspolitik auf der Basis von Hilfe zur Selbsthilfe und weltweiter Gerechtigkeit. Während die Wüsten wachsen, sich Anbauflächen für Lebensmittel verringern und das Wasser knapp wird, wächst die Bevölkerung Asiens und Afrikas. Weder Stacheldraht noch Militär können Probleme lösen, die   Flucht nach Europa bremsen. Mit unserer Hilfe vor Ort, blieben die Menschen in ihrer Heimat. Diese Hilfe wäre dazu billiger als militärische Abwehrmaßnahmen. Unser Grundgesetz Art. 87a erlaubt uns die militärische Verteidigung der Staatsgrenzen im Falle eines Angriffes von außen. Eine Entsendung deutscher Soldaten quer durch die Welt ist nicht durch das Grundgesetz gedeckt. Wir fordern globale Friedenspolitik, statt militärische Einflussnahme im Interesse global agierender Banken und anderer Konzerne.

Krieg ist keine Lösung, sondern schafft nur neue Gewalt.

Wir fordern deshalb:

- Abschaffung der Wehrpflicht

- Einstellung aller Rüstungsexporte.

- Keine europäische Eingreiftruppe zur Verfolgung eigener imperialer Ziele.

- Keine US- Raketenabwehr in Europa.

- Abzug aller deutschen Truppen aus dem Ausland.

- Keine  Beteiligung  an  Kriegen gegen den  Iran.

- Sichere Arbeitsplätze durch Rüstungskonversion und Förderung der regenerativen Energiegewinnung

statt Zerschlagung des Sozialstaates.

DFG-IdK

Deutsche Friedensgesellschaft - Internationale der Kriegsdienstgegner e.V.

Kontakt und Infomationen:

Telefon: 040 453433     Fax: 040 44405270

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Themenabende: mittwochs 19 - 21 Uhr

Jungfrauenthal 37    

20149 Hamburg

 

 
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