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Bericht über unseren Verein (mit freundlicher Genehmigung von Frau Elena Raulf Autorin "Eppendorfer Baum"):

Unermüdliche Aktivisten für den Weltfrieden (veröffentlicht im Eppendorfer Baum.com)

Das Jungfrauenthal, eine Straße, gesäumt von Villen und prächtigen Mietshäusern. Gewiss würde niemand vermuten, dass hier die Deutsche Friedensgesellschaft – Internationale der Kriegsdienstgegner einen Sitz hat. Vor einigen Jahren war ich auf ein Schild im Vorgarten eines dieser Häuser aufmerksam geworden, das zu einem Infoabend einlud. Neugierig war ich hingegangen, hatte einen interessanten Abend im Gespräch mit Günther Kahl, einem der Geschäftsführer der Gesellschaft verbracht.

Nun treffe ich Günther Kahl wieder. Die Infoabende finden mittlerweile nicht mehr regelmäßig, sondern nur noch zu ausgewählten Terminen statt. Er berichtet mir, dass die DFG - IDK, ein deutscher Zweig der War Resisters International (WRI) mit Sitz in London, ihre Ursprünge in der 1892 gegründeten Deutschen Friedensgesellschaft hat, der ältesten Organisation der deutschen Friedensbewegung. Bertha von Suttner, die 1905 als erste Frau mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, war Gründungsmitglied. Günther Kahl selbst ist seit Anfang der 60er Jahre dabei. Seit Wiedereinführung der Wehrpflicht 1956 lag der Schwerpunkt der Friedensarbeit auf der Beratung und Begleitung von Wehrdienstverweigerern. In den friedensbewegten 80er Jahren erlebte die Gesellschaft wie viele andere vergleichbare Organisationen eine Blütezeit. Mit Abschaffung der Wehrpflicht – in Friedenszeiten – im Jahr 2011 änderte sich vieles. Heute würden Berufssoldaten auch weiterhin bei der DFG - IDK Hilfe finden, wenden sich aber tatsächlich nur selten an sie.

Die Gesellschaft ist unabhängig, steht keiner Partei nahe. Diesen Monat noch ist ein Mitgliedertreffen zum Thema „Zuwanderung“ geplant. Die Arbeit geht also weiter, im Vordergrund stehen jetzt allgemeine Informationsveranstaltungen, manchmal in den eigenen Räumen, manchmal auf öffentlichen Veranstaltungen wie der Aktivoli-Freiwilligenbörse, die im Februar wieder in der Handelskammer stattfinden wird, oder auch auf der Straße. Günther Kahl und seine Mitstreiter haben keine Scheu, sich samstags mit Flugblättern auf der Mönckebergstraße zu postieren. „Krieg ist kein Spiel, sondern furchtbare Wirklichkeit“ steht auf dem Flugblatt, das sie in diesem Jahr zu Weihnachten verteilen und das dazu aufruft, Kindern keine Kriegsspielzeuge und gewaltverherrlichende Computerspiele zu schenken. Ein Anliegen, das angesichts einer Realität, in der Gewalt auf allen Kanälen selbstverständlich geworden ist, geradezu rührend und anachronistisch wirkt.

Das ist auch Günther Kahl bewusst, entmutigen lässt er sich davon dennoch nicht. Der Beitrag der Deutschen Friedensgesellschaft – Internationale der Kriegsdienstgegner zum Weltfrieden, nach wie vor erklärtes Ziel – und man mag das Wort kaum mehr benutzen, so illusionsbehaftet kommt es einem vor – ist klein, aber es gibt ihn und das reicht. Dass er selbst noch Zeuge der Nazi-Schreckensherrschaft geworden ist, erklärt seine Motivation. Dass den nachgeborenen Generationen hierzulande oftmals der Sinn für den Wert des Friedens verloren geht, ist eine Gefahr. Umso wichtiger, dass die Friedensarbeit weitergeht.
Elena Raulf

auch zu finden unter : Unermüdliche Aktivisten für den Weltfrieden (dort weiter unten)

 

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